ALTSTANDORT
PUTZEREI
COUNDE

Ergänzende Untersuchungen gem. §13 Abs. 1 und § 14 Abs. 3 ALSAG,
Altstandort „Putzerei Counde“, Wien

2003 bis 2006, 2009 bis 2014

Die von der wpa als planendem Ingenieur betreuten Untersuchungen wurden durch das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft im Rahmen des Vollzugs des Altlastensanierungsgesetzes (ALSAG) veranlasst und finanziert und bilden die Grundlage für eine Gefährdungsabschätzung durch das Umweltbundesamt.

Auf dem ehemals, auch durch eine Putzerei (ca. 1959 bis 1971), gewerblich genutzten Standort wurde im Untergrund und im Grundwasser eine Belastung mit CKW festgestellt. Das Areal wurde zwischenzeitlich geschliffen, heute befindet sich eine Wohnhausanlage dort. Für eine Beurteilung, ob von dem Standort eine Umweltgefährdung ausgeht, wurden unter anderem folgende Arbeiten und Untersuchungen von der wpa selbst durchgeführt, bzw. geplant, koordiniert und überwacht:

  • Historische Recherche (Akten, Pläne, vorhandene Untersuchungen) zum Standort
  • Errichtung von 4 stationären Bodenluftmessstellen für Bodenluftmessungen sowie Bodenluftprobenahmen inkl. Bodenluftabsaugversuchen über eine Dauer von 8 bis 24 Stunden in 4 Durchgängen
  • Raumluftmessungen
  • Durchführung von insgesamt 43 Rammkernbohrungen mit Entnahme und Untersuchung von Feststoffproben sowie von Grundwasserschöpfproben
  • Errichtung von 9 neuen Grundwassermessstellen
  • Entnahme und Untersuchung von Grundwasserproben aus neuen und bestehenden Messstellen (Schöpfproben, Pumpproben und Proben im Rahmen von mehrstündigen Pumpversuchen) in insgesamt 7 Durchgängen
  • Auswertung und Berichtslegung

Auf Basis der Untersuchungen wurde der Altstandort vom Umweltbundesamt als Altlast „W24 – Putzerei Counde“ ausgewiesen und in die Prioritätenklasse „2“ eingestuft.